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    Angebote von Europa und Brüssel bis „Kleinode der Heimat“

    Seit 2009 gibt es den Seniorenrat Remshalden (SRR), der eine Einrichtung der Gemeindeverwaltung Remshalden ist. Der Seniorenrat besteht derzeit aus vier Vorständen und 25 weiteren Mitgliedern, die größtenteils von Vereinen sowie Organisationen benannt wurden. Dadurch soll eine stärkere Vernetzung und Koordinierung aller örtlichen Vereine und Organisationen erreicht werden, die in der Seniorenarbeit tätig sind.

    Nachfolgend werden einige Aktionen aufgeführt, die der SRR veranlasst oder ausgerichtet hat. Beispielsweise eine dreitägige Busreise nach Brüssel, an der 50 interessierte Bürger teilnahmen. Neben Stadt- Besichtigungen in Brüssel und Brügge waren wir auch Gäste bei der EU, betreut vom FDP-Abgeordneten Michael Theurer. Die Herausgabe und Aktualisierung der Broschüre „Senior aktiv“ mit Vorsorgemappe. Eine Zertifizierung von Geschäften und Gaststätten mit dem Ziel seniorenfreundlicher Gestaltung. Verschiedene Veranstaltungen mit Fachleuten aus Geschäften und der Polizei: Verkehrsübung mit PKW, Info und Probefahrten mit E-Bikes, Training mit dem Rollator, Übungen an den Automaten der VVS. Verschiedene Theateraufführungen zum Thema „Oma ich brauch Geld“, „Der ungebetene Gast“ und „Der alte König in seinem Exil“. Hinzu kamen wechselnde Vorträge über interessante Themen für Senioren.

    Zur Materie „Mehrgenerationenkonzept“ hat der SRR mehrere Einrichtungen besichtigt. An der Planung der Remstalgartenschau wurde sich ebenfalls beteiligt. Die Organisation einer Infobörse im Rathaus, bei der alle Vereine und Organisatoren der Gemeinde die Gelegenheit hatten sich mit Infoständen zu präsentieren, fand großen Anklang. Wichtig war ebenfalls Ausbildung eines Vorstandmitgliedes zum Wohnberater und die gemeinsamen Besuche verschiedener Musterwohnungen. 

    Auf großes Interesse stößt immer wieder die Ausflug­serie „Kleinode der Heimat“, die öffentlich ausgeschrieben wird. Um einen Eindruck dieser Serie zu vermitteln, nachfolgend auszugsweise der Bericht über den letzten Ausflug: Trotz schlechter Witterung machten sich 19 Teilnehmer auf den Weg, um altes Handwerk im Neidlinger Tal kennen zu lernen. Am Wanderparkplatz in Neidlingen wartete die Führerin Hildegard Drexler, die von der überm Dorf liegenden Burgruine Reußenstein, dem Wasserfall der Lindach und einem Riesen, dem seine Höhle zu eng wurde, erzählte. Es sei überhaupt eine einzigartige Kulturlandschaft im Biosphären- und Vogelschutzgebiet. Streuobstwiesen mit ganz vielen Kirschenbäumen prägen die Landschaft. 

    Am Mühlkanal entlang kam die Gruppe zu der Getreidemühle von Konrad-Widerholt aus dem Jahre 1652. Das oberschlächtige Wasserrad aus 1888 mit dem Getriebe und der Mühle sind heute noch in Betrieb. Dann ging es zu einer ganz anderen Mühle, einer Kugelmühle, und zwar einer der zwei einzigen in Deutschland. Hier wird der Jura-Marmor der Schwäbischen Alb mit Wasserkraft zu Kugeln und Murmeln gerollt, wie es von Hand in dieser Präzision nicht möglich wäre. Die Kollerrollgänge mit dem darüber liegenden Wasserrad als Antrieb liegen direkt in der Lindach mit entsprechenden Zuführungsrinnen. Weiter ging‘s zu dem Klavierbauer Daniel Blankenhorn, der an einem Modell sehr anschaulich die Funktion des Instrumentes erläuterte. Auch die Entwicklungsgeschichte des Klaviers war ein Thema und rundete die Wanderschaft ab. 

    Solche abwechslungsreichen Ausflüge sind eine Bereicherung im Programm des Seniorenrats Remshalden. 

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