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    Geriatrie-Abteilung mit eigenem Chefarzt etablieren

    Info-Gespräch des Kreisseniorenrats mit dem scheidenden Landrat Johannes Fuchs

    Ein Abschlussgespräch mit dem scheidenden Landrat Johannes Fuchs führte der Vorstand des Kreisseniorenrates (KSR), vertreten durch Heinz Weber, Waltraud Bühl, Christa Cepa-Reitzel, Roland Schlichenmaier, Gerhard Dannwolf und Karl-Heinz Pscheidl, in Waiblingen. Als Vertreter des Landratsamtes war außerdem Werner Geiser anwesend. Landrat Fuchs erwähnte die gute Zusammenarbeit mit dem KSR. Zudem betonte er, dass man die hohe Wertigkeit des Gremiums schon an der Tatsache ablesen könne, dass in den Ausschüssen des Kreistages Vertreter des KSR Rederecht hätten.

    Ein wichtiges Thema im weiteren Gespräch war das Klinikum in Winnenden. Der Interimsgeschäftsführer Dr. Marc Nickel plant zusammen mit den Ausschüssen den Ausbau des Angebotes. Dabei nicht nur in der Grund- und Regelversorgung, sondern „Highlights“, wie die Schaffung einer Hauptabteilung Onkologie und Gefäßchirurgie, die jeweils von einem Chefarzt geleitet werden soll. Weiter ist vorgesehen, die Geriatrie, also die Abteilung, die sich speziell um ältere Patienteninnen und Patienten kümmert, ebenfalls als Hauptabteilung mit einem Chefarzt zu etablieren. 

    Probleme die von der Bevölkerung immer wieder angesprochen werden, wie beispielsweise lange Wartezeiten in der Ambulanz und Beschwerden über das Essen, werden laut Dr. Nickel ernst und in Angriff genommen. 

    Die Stadt Murrhardt hat sich um die Einrichtung eines Pflegestützpunktes beworben. Die Genehmigung eines solchen Stützpunktes hängt sehr stark von den Sozialkassen ab.

    Landrat Johannes Fuchs hob die verschiedenen Aktionen der Senioren im Kreis hervor. „Sehr gut“ findet er, dass im Landkreis dieses Jahr wieder ein Theaterstück „Der ungebetene Gast“ mit den Themenschwerpunkten „Einbruch, Computersicherheit und Internetbanking“ stattfindet. Diese Aufklärungsreihe wird von der KSK Waiblingen, der Aktion sicherer Landkreis und der Polizei unterstützt. Wo die einzelnen Aufführungen stattfinden, ist auf der Homepage des Kreisseniorenrats zu finden (www.ksr-rems-murr.de).

    Seine Probleme legte der Kreisseniorenrat auf den Tisch. Eine Fachtagung des ÖPNV findet im Herbst dieses Jahres statt. Ziel ist die Klärung der Tarifstrukturen. Der KSR-Vorsitzende Heinz Weber fordert in diesem Zusammenhang eine Seniorenpartnerkarte, die 10 bis 20 Prozent billiger sein sollte. Die Senioren – und behindertengerechte Gestaltung von Bahnhöfen und besonders Bahnsteigen ist ein wichtiges Thema. Die Lösung ist anscheinend schwierig, weil sowohl die Interessen der Bahn, der Kommunen und des Landes unter einen Hut gebracht werden müssen. – Dabei geht’s wieder einmal auch um die Finanzen.

    Die Sorge um die hausärztliche Versorgung ist ebenfalls aktuell. So gibt es Fälle, in denen ein Mediziner zwar die Stelle eines Hausarztes innehat, aber für die Allgemeinheit nicht mehr praktiziert. In der Statistik gilt die Stelle jedoch als besetzt. Eine Differenzierung der Bedarfsmittel sollte erfolgen. Über die zahnärztliche Versorgung von Heimbewohnern sollte Frau Dr. Hannes vom MDK angesprochen werden, der Landkreis ist dafür nicht zuständig.

    Landrat Johannes Fuchs schloss das Gespräch mit der Bitte und der Hoffnung, dass auch unter seinem Nachfolger die Zusammenarbeit auf allen Ebenen wie bisher gut funktionieren werde. 

    Karl-Heinz Pscheidl

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