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    Dem „ungebetenen Gast“ erst keine Chance lassen

    Nach „Hallo Oma, ich brauche Geld“ wird im Theaterstück erneut vor Gaunern gewarnt

    Eigentlich kaum zu glauben, aber wahr“. Da muss Heinz Weber immer wieder den Kopf schütteln. „Oma um 100 000 Euro betrogen“ – hatte jüngst wieder eine Schlagzeile in der Presse gelautet. Nicht nur für den Vorsitzenden des Kreisseniorenrates ein Unding. Eigentlich. Doch passieren solche Fälle immer wieder, wobei es oft nicht um Kleingeld geht. Meist mehrere 1000 Euro werden älteren Menschen abgeluchst. Dabei hat auch der Kreisseniorenrat mit der Aufführung des Theaterstücks „Hallo Oma, ich brauche Geld“ in mehreren Städten und Gemeinden vor dem sogenannten „Enkel-Trick“ gewarnt. 

    Weitere Aufklärung tut offensichtlich Not. Kritisch sein gegenüber Anrufern die sich als Familienmitglieder, oft eben als Enkel, ausgeben, die dringend Geld benötigen. Lieber die Polizei verständigen statt zahlen. Und Fremde erst gar nicht in die Wohnung lassen oder zahlen. 

    Der Kreisseniorenrat (KSR) kann sich dank der Kooperation mit der Sparkassenstiftung Unterstützung und der Aktion „Sicherer Landkreis“ einem weiteren wichtigen Thema widmen: 

    Denn alle vier Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Die Kriminalstatistiken zeigen in den vergangenen Jahren starke Zuwächse bei Wohnungseinbrüchen aus. Fachleute raten, sich mit entsprechender Sicherheitstechnik zu schützen. Denn wo der Einbrecher auf Widerstand stößt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er bereits im Versuchsstadium abbricht.

    In den eigenen vier Wänden werden Menschen aber längst nicht mehr nur von „klassischen“ Wohnungseinbrechern bestohlen. Datendiebe schleichen sich in die Kommunikationsnetze ihrer Opfer ein und verschaffen sich auf diese Weise Zugang zu den Bankkonten. Auch durch Manipulationen am Geldautomaten kann es professionellen Banden gelingen, Erspartes zu ergaunern.

    Zu diesem Thema wurde das Theaterprojekt „Der ungebetene Gast“ auf die Beine gestellt. Dabei wird über Einbruch und Computerkriminalität informiert und zeigt, wie man sich gegen diese Delikte schützen kann. Im Anschluss an das Theaterstück stehen Fachleute zur Verfügung, die individuell beraten und praktische Übungen anbieten. Das Stück wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart, dem Polizeipräsidium Stuttgart und der BW-Bank erarbeitet. 

    „Wir haben für das Stück ‚Der ungebetene Gast‘ mit dem Theater­pädagogen und Schauspieler Allan Mathiasch bereits einige Vorstellungen in verschieden Orten im Rems-Murr-Kreis festmachen können“, freut sich Heinz Weber. Folgende Termine sind bereits für das erste Halbjahr geplant: Dienstag, 31. März, um 15.30 Uhr in Weinstadt-Strümpfelbach in der Alten Kelter. Dienstag, 14. April, um 15 Uhr in Waiblingen im Forum Mitte. Montag, 4. Mai, ab 15 Uhr in Auenwald/Weissach in der Seniorenbegegnungsstätte (In den Brüdenwiesen). Dienstag, 5. Mai, ab 14.45 Uhr in Kernen im Evangelischen Gemeindehaus. Donnerstag, 11. Juni, um 16 Uhr in Urbach im Johannes-Brenz-Gemeindehaus. Freitag, 26. Juni, ab 15 Uhr in Remshalden im Festsaal der Schule. Montag, 29. Juni, um 15.15 Uhr in Fellbach-Schmiden im Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

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